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Netzentgelte 2026: Was Unternehmen jetzt wissen müssen

admin

Mit dem Jahreswechsel wurden die Strom- und Gasnetzentgelte durch die E-Control angepasst und das mit teils deutlichen Konsequenzen für die Energiepreise in Österreich. Denn die durchschnittlichen Veränderungen fallen zwar im Strom moderat aus, es zeigen sich jedoch erhebliche regionale Unterschiede im Detail. Anders sieht das Bild für das Gasnetz aus, hier kommt es in allen Netzgebieten zu erheblichen Anstiegen.

Stromnetzentgelte 2026: Leichte Steigerung, aber starke regionale Unterschiede

Im österreichweiten Durchschnitt sind die Stromnetzentgelte ab 1. Jänner 2026 nur geringfügig um rund 1 % bis 1,3 % angestiegen. Argumentiert wurde die Erhöhung mit steigenden Investitionen in Netz- und Netzausbau sowie die Berücksichtigung früherer Erlöse.

Auch wenn die Durchschnittserhöhung mit rund 1% für die meisten nicht wesentlich ist, so lohnt es sich genauer hinzusehen:

  • Von einer Senkung der Stromnetzentgelte profitieren Bundesländern wie Kärnten (-1,7%), Salzburg (-9,1%) oder Vorarlberg (-2,3%) sinken
  • Gesteigerte Stromnetzkosten sind in Niederösterreich (6,9%), dem Burgenland (16,1%), Tirol (11,2%), Oberösterreich (0,9%) und in den Städten Linz (7,5%) sowie Innsbruck (2,2%) zu erwarten.

Hier finden Sie eine Übersicht über die regionalen Unterschiede:

Quelle: E-Control, 2026

Gasnetzentgelte 2026: Deutliche Steigerungen in allen Bundesländern

Anders als bei Strom steigen die Gasnetzentgelte (Netzebene 3) im österreichweiten Durchschnitt deutlich: um etwa 18 %. Grund dafür ist eine Kombination aus gesunkenen Gasabgabemengen und gestiegenen Netzkosten, die von den Netzbetreibern auf die Kunden umgelegt werden.

Die größten Anstiege im Preis ergeben sich in Kärnten (35%), Niederösterreich (30,6%) und der Steiermark (27,7%). In Bundesländern wie Oberösterreich (6,5%) und Tirol (9,1%) werden die Gasnetzentgelten zwar auch erhöht, jedoch weniger stark.

Hier ein Überblick zu den Erhöhungen:

Quelle: E-Control, 2026

Der Hintergrund zu den steigenden Kosten für das Strom- und Gasnetz

Aber was hat es mit den Netzentgelten überhaupt auf sich und warum erhöhen sie sich nach Netzgebiet unterschiedlich und teils so drastisch?

Grundsätzlich setzt sich der Energiepreis aus drei Komponenten zusammen:

  • Strom- bzw. Gaskosten
  • Netzkosten
  • Steuern und Abgaben

Die Netzentgelte decken die Kosten für den Betrieb, Ausbau, die Instandhaltung und Weiterentwicklung der Energieinfrastruktur. Um auf die aktuelle Situation angepasst zu sein, werden sie jährlich von der Regulierungsbehörde E-Control reguliert. Dabei basieren sie auf einem komplexen Kosten- und Verbrauchsmodell. Sinkender Verbrauch, wachsende Netzkosten und Investitionen in erneuerbare Einbindung sind Schlüsselfaktoren dieser aktuellen Anpassungen.

Was das nun für Unternehmen bedeutet

Anpassungen bei den Netzentgelten wirken sich unmittelbar auf die gesamten Energiekosten von Unternehmen aus. Während stromfokussierte Betriebe in einzelnen Regionen – etwa in Kärnten oder der Steiermark – 2026 von sinkenden Stromnetzentgelten profitieren können, stellt sich die Situation für gasintensive Unternehmen deutlich anders dar. Insbesondere in Produktionsbetrieben oder bei energieintensiven Heizprozessen können die höheren Gasnetzentgelte zu spürbaren Mehrkosten führen.

„Entscheidend ist nicht die durchschnittliche Netzentgeltentwicklung, sondern was sie konkret für den eigenen Standort und den eigenen Verbrauch bedeutet.“
Roland Kuras
Geschäftsführer power solution

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