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Energy Market Intelligence – Wie KI-gestützte Analysen den Energieeinkauf verändern

admin

Viele Unternehmen haben heute umfangreiche Energiedaten: Lastgänge, Rechnungen, Verträge, Prognosen, CO2-Kosten und mehr. Trotzdem fließt nur ein Bruchteil davon wirklich in ihre Entscheidungen mit ein. Was fehlt, ist daher nicht die Datenmenge, sondern eine systematische Auswertung, die den Energieeinkauf steuerbar macht.

Genau hier setzt Energy Market Intelligence von power solution an: als KI-gestützter Assistent, der Datenströme aus Markt, Verbrauch, Netzentgelten und Regulatorik zusammenführt und daraus nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen für den Energieeinkauf macht.

Vom Reporting zur Entscheidungsunterstützung

Klassisches Energiereporting beantwortet die Frage: Was ist passiert?
Energy Market Intelligence geht aufbauend darauf drei Schritte weiter:

  1. Warum ist es passiert?
  2. Was ist in den nächsten Monaten wahrscheinlich und in welcher Bandbreite?
  3. Welche Handlung ergibt sich daraus für Beschaffung, Verträge oder Flexibilitäten?

Damit verschiebt sich der Fokus weg von einzelnen Marktzeitpunkten hin zu Szenarien, Risiken und Korridoren, die planbar gemacht werden.

Die Grundlage sind Daten, die in vielen Unternehmen bereits vorhanden sind:

  • viertelstündliche Lastgangdaten,
  • Strom- und Gaspreise,
  • Netzentgelte und Abgaben,
  • CO2-Kosten,
  • Wetter- und Produktionsdaten,
  • Vertragsunterlagen mit Preisformeln und Fristen.

Als ein Bündel an KI-Modellen verbindet Energy Market Intelligence diese Informationen, bereinigt sie und rechnet strukturierte Szenarien. Die Modelle liefern Vorschläge und Auswertungen, die Bewertung und Entscheidungsfindung bleiben aber bewusst bei den Menschen beziehungsweise Energieexpert:innen.

Wie Energy Market Intelligence in der Praxis arbeitet

Grundsätzlich verfolgt das Modell in der Analyse immer derselben Herangehensweise:

Datenbasis ordnen:

Lastgänge, Rechnungen, Verträge und gegebenenfalls Produktionsdaten werden zusammengeführt, bereinigt und zeitlich aufeinander abgestimmt. Dadurch werden Lücken, Zählerwechsel oder Einheitenbrüche explizit sichtbar gemacht.

Muster und Risiken erkennen:

Auf Basis dieser Datenmenge werden typische Verbrauchsmuster, Lastspitzen und Auffälligkeiten identifiziert und eine Anomalieerkennung durchgeführt. So können etwa ungewöhnliche Nachtlasten, defekte Regelungen oder fehlerhafte Zuordnungen von Zählpunkten aufgezeigt werden. Viele dieser Punkte sind mit manuellen Stichproben nur schwer zu finden.

Szenarien und Korridore berechnen:

Anstatt einer einzelnen Preiszahl entstehen realistische Preiskorridore und Szenarien. Damit lassen sich Beschaffungsstrategien vergleichen: Welche Variante reduziert das Risiko, welche führt in guten Marktsituationen zu Vorteilen und wie groß ist die Schwankungsbreite im Budget?

Ergebnisse fachlich prüfen:

Bevor schlussendlich eine Empfehlung ausgesprochen wird, prüfen Energieexpert:innen von power solution die Annahmen und Resultate des Modells, vergleichen sie mit Referenzwerten und dokumentieren die Entscheidungsgrundlagen. Zentral an dieser Praxis ist: Die Modelle liefern Datengrundlagen und Transparenz, die Entscheidung bleibt beim Menschen.

Beispiel: Strukturierte Energiebeschaffung eines Industriebetriebs

Um das anschaulicher zu machen, lohnt sich ein Blick auf ein fiktives Beispiel:
Ein Produktionsbetrieb mit rund 12.000 MWh Stromverbrauch pro Jahr, drei Standorten, 14 Zählpunkten und bisherigem Festpreisvertrag steht vor der Frage, wie sich der Energieeinkauf so organisieren lässt, dass Risiken reduziert und Marktchancen genutzt werden können.

Genau hier setzt Energy Market Intelligence an:

  • Ausgangslage sichtbar machen:
    Zunächst werden Lastgänge, Rechnungen, Verträge und eine grobe Produktionsplanung zusammengeführt. Bereits in diesem Schritt zeigt sich durch die Anomalieerkennung: Es gibt Datenlücken, Zählerwechsel und eine auffällige Nachtlast an einem Standort, die bisher nicht hinterfragt wurde.
  • Verbrauch verstehen und Flexibilität quantifizieren:
    Das Lastprofil wird in Grundlast, temperatur- und produktionsabhängige Anteile zerlegt. Das Ergebnis: Ein spürbarer Teil des Verbrauchs liegt in Zeitfenstern, in denen Leistungen ohne Eingriff in die Produktion verschiebbar wären. Aus einer abstrakten „Flexibilität“ wird damit eine konkrete Größe, mit der sich arbeiten lässt.
  • Verträge und Strategien vergleichen:
    Die bestehenden Verträge werden strukturiert ausgewertet: Preisformeln, Fristen, Toleranzen und Indexbindungen liegen übersichtlich vor. Auf dieser Basis werden mehrere Tranchenstrategien durchgerechnet und mit historischen sowie simulierten Marktverläufen verglichen – nicht nur im Durchschnitt, sondern auch in ungünstigen Szenarien.

Abschließend prüft die Energieberatung von power solution Modellannahmen, Marktlage und Vertragsrahmen, passt zwei Auslösepunkte an und begleitet die Umsetzung. Danach überwacht das System die Korridore laufend und meldet, sobald eine Bedingung erreicht ist.

Welche Vorteile sich dadurch für Unternehmen ergeben

Zusammengefasst bedeutet Energy Market Intelligence demnach für Unternehmen:

  • Mehr Transparenz
  • Bessere Planbarkeit
  • Strukturierten Energieeinkauf
  • Effizientere Prozesse
  • Klare Verantwortung

Der Einstieg muss dabei kein Großprojekt sein. Oft reicht ein abgegrenzter Anwendungsfall, etwa ein Standort, ein Liefervertrag, zwölf Monate Lastgangdaten, um zu zeigen, welches Potenzial im konkreten Fall vorhanden ist.

Falls Energy Market Intelligence auch für Ihr Unternehmen spannend ist, melden Sie sich gerne bei unseren Energieexpert:innen für ein unverbindliches Beratungsgespräch:

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