Schon gewusst? In kaum einem anderen Land werden so viele Elektroautos zugelassen wie in Österreich. Trotzdem zögern viele Menschen bei der Anschaffung. Wie weit komme ich mit dem Auto wirklich? Gibt es inzwischen genug E-Ladestationen? Und wie sieht es in ländlichen Gebieten aus? power solution beteiligt sich aktiv am KLIEN Zero Emission Mobility Forschungsprojekt „eAlloc – Dynamically Optimizing the Allocation of e-cars to Charging Sites“. Das Projekt will die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur durch eine bessere Zuweisung zu E-Ladestationen optimieren. 

Reichweite und Ladeinfrastruktur unter den größten Bedenken

Österreich holte 2021 mit einem Marktanteil von knapp 14 Prozent EU-weit den 3.Platz bei E-Auto Neuzulassungen. Davor liegen nur die Niederlande (19,9 Prozent) und Schweden (18,9 Prozent). Im DACH-Raum liegt Österreich sogar auf Platz 1: Deutschland weist 13,6 Prozent Neuzulassungen auf und die Schweiz 13,1 Prozent. Was alle Länder gemeinsam haben: Wir haben noch viel Luft nach oben.

Der Verkehr ist immer noch einer der größten Verursacher von CO2-Emissionnen in Österreich. Vorweg sei gesagt: E-Autos sind nur klimafreundlich, wenn sie mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern geladen werde. Das Potential für die Energiewende ist groß – die Bedenken bei der Anschaffung aber mindestens genauso groß.

„Aktuell zögern viele Menschen beim Umstieg auf E-Autos, weil sie Angst haben, keine langen Strecken fahren zu können oder sehr viel Zeit an einer Ladestation verbringen zu müssen“, bestätigt Energieexperte Roland Kuras. Genau hier setzt das Forschungsprojekt „eAlloc“ an.

Mehr Sicherheit auf Langstrecken

Kurz gesagt: Nutzer/innen mehr Sicherheit im Umgang mit ihrem Elektro-Auto bieten – das ist das Hauptziel von „eAlloc“. Dazu soll ein System entwickelt werden, das Autofahrer/innen, Ladestationen und Erzeuger/innen von Strom aus erneuerbarer Energie zusammenbringt. In Kooperation mit der Projektleitung seitens der TU Wien am Institute of Computer Technology (TUW-ICT), bringen die Projektpartner, power solution, Robert Bosch Aktiengesellschaft, LINZ NETZ GmbH, LINZ STROM GAS WÄRME GmbH für Energiedienstleistungen und Telekommunikation, Universität für Weiterbildung Krems, gemeinsam ihr Know-how aus den unterschiedlichen Bereichen in das FFG-Forschungsprojekt ein. 

Wie funktioniert die Optimierung der Ladeinfrastruktur?

Mit dem Simulationstool SUMO (= Simulation of Urban Mobility) werden praxisnahe Fahr-Daten und -Situationen entlang der österreichischen Autobahnen für zukünftige Szenarien mit höheren Anteilen an Elektromobilität (bis zu 100%) simuliert. Dazu gehört beispielsweise der tatsächliche Energieverbrauch beim Autofahren, die Analyse verfügbarer Ladestationen und vieles mehr. Aufbauend auf diesen Daten kann ein System entwickelt werden, das Fahrer/innen auf günstig gelegene Ladestationen hinweist. Diese Empfehlungen werden dynamisch optimiert, wobei auch das Fahrverhalten, der Fahrzeug- und Stecken-zustand, sowie Präferenzen der Fahrer/innen in die Optimierung mit einbezogen werden. Ein Beispiel hierfür wäre die Berechnung von Alternativen wenn ein/e Fahrer/in die Empfehlung für eine Ladestation nicht annimmt.

Projektergebnisse stützen neues Mobilitätskonzept

Aktuell befindet sich das Projekt in der Umsetzungsphase. Derzeit werden die Daten der österreichischen Autobahnen in SUMO eingespeist. Ist das Projekt einmal abgeschlossen, werden die Ergebnisse von „eAlloc“ durch die Robert Bosch AG kommerziell genutzt. power solution wird das erworbene Wissen für die Entwicklung eines Mobilitätskonzepts verwenden. Damit sollen Standorte von E-Ladestationen optimiert werden, um das beste Konsumverhalten herauszuholen.

Das Forschungsprojekt auf einen Blick:

  • Titel: „eAlloc – Dynamically Optimizing the Allocation of e-cars to Charging Sites“
  • Wer: TU Wien – Institute of Computer Technology (TUW‐ICT), Universität für Weiterbildung Krems, PowerSolution Energieberatung GmbH, Robert Bosch AG, LINZ NETZ GmbH, LINZ STROM GAS WÄRME GmbH; Fördergeber: Klima- und Energiefonds (KLIEN), abgewickelt durch die FFG.
  • Was: Es soll ein System entwickelt werden, über das E-Autofahrer/innen dynamisch zu E-Ladestationen zugewiesen werden. Dadurch soll E-Autofahrer/innen Sicherheit gegeben werden.
  • Wie: Über ein Simulationsprogramm werden verschiedene Daten, z.B. die Infrastruktur der österreichischen Autobahnen und das Fahrverhalten von E-Autofahrer/innen, getestet und ausgewertet. Auf Basis dieser Erkenntnisse kann ein optimiertes Zuteilungs-System entwickelt werden.
  • Fördernummer: FFG #885026