Nach dem „Schockzustand“, der 2020 auf Grund der Corona-Pandemie vorherrschte, rückt die Zielvorgabe für die Verringerung der Treibhausgasemissionen immer näher. Daher werden 2021 einige klimapolitische Änderungen auf Sie zukommen, die Ihre Energiekosten steigen lassen. Erfahren Sie hier, welche Maßnahmen Sie noch heuer setzen sollten.

Wenn Energie zu günstig ist, bleiben klimafreundliche Investitionen aus

Mit dem European „Green Deal“ steht der strategische Rahmen für den Weg in die Klimaneutralität Europas. Bis zum Jahr 2030 sollen die Treibhausgasemissionen auf mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Die Übersetzung in nationales Recht steht aber noch aus – die Novellierungen des Energieeffizienzgesetz und das Erneuerbaren Ausbau Gesetz wurden noch nicht umgesetzt.

“Welche Änderungen genau auf Unternehmen zukommen, ist noch nicht klar. Sicher ist aber, dass die Energiekosten durch steigende Abgabestrukturen und Netzkosten höher werden, wenn man keine Maßnahmen zur Energieeffizienz setzt.“

Roland Kuras

Geschäftsführer, power solution

Damit werden für Unternehmen nun auch monetäre Anreize geschaffen, Maßnahmen zur Energieeffizienz zu setzen. Grundsätzlich gilt: Wenn Energie zu günstig ist, sind effizienzsteigernde Maßnahmen für Unternehmen zu unattraktiv. Das wird sich 2021 ändern.

Preisanstieg durch Energiebesteuerung und CO2-Grenzausgleich

Einige Unternehmen verlagern ihre Produktion in Länder, in denen weniger strengere Regelungen zum Ausstoß von CO2-Emissionen gelten. Das ist ein Problem, das die EU unterbinden möchte. Mit dem CO2-Grenzausgleich will die EU diese Verlagerung unterbinden und eine Dekarbonisierung der Industrie vorantreiben.

Ein weiteres Instrument zur Förderung der Klimaneutralität wird auch die CO2-Besteuerung sein. Nachdem die Besteuerung auf internationaler Ebene immer breiter umgesetzt wird, können wir auch bald in Österreich damit rechnen.

Abgaben für Ökostrom steigen um bis zu 50%

Mit 1. Jänner 2021 steigen auch die Abgaben zur Förderung von Strom aus Erneuerbaren Energien erheblich. In Wien steigt der Biomassezuschlag von 7 Prozent auf 14,75 Prozent. Die Ökostromförderpauschale steigt um rund 27 Prozent im Vergleich zur Periode 2018 bis 2020. KMU’s (Netzebene 7) müssen beispielsweise 35,97 statt 28,38 Euro entrichten.

Energieaudits werden zum Must-Have für Unternehmen

Spätestens mit den Neuerungen 2021 zahlt es sich für Sie aus, genauer auf den Energieverbrauch Ihres Unternehmens zu schauen. Wir raten unseren Kunden dazu, frühzeitig Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Eigenstromerzeugung über Photovoltaik und andere Alternativen zu setzen. Diese Maßnahmen bringen Ihnen eine Unabhängigkeit vom Markt und Preisschwankungen.

Um Ihr individuelles Einsparungspotential zu ermitteln und einen geeigneten Maßnahmenkatalog zu erstellen, braucht es zuerst eine systemische Erfassung Ihres Energieverbrauchs. Dazu ist eine Energieaudit nötig. Viele Unternehmen führen diese schon seit Jahren durch, aber auch kleine, nicht gesetzlich dazu verpflichtete Unternehmen profitieren davon. Warum erfahren Sie hier.

Die Energieexperten von power solution beraten Sie gerne über sinnvolle Energieprojekte in Ihrem Unternehmen. Kontaktieren Sie uns hier.

 (Bildnachweis: Unsplash)

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