Jährlich werden die Netztarife in Österreich angepasst. Da es standortabhängig ist, wer Ihr Netzbetreiber ist, legt die Regulationsbehörde E-Control die Preise behördlich fest. Diese Preise sind abhängig vom Aufwand, den der Netzbetreiber für den Betrieb des Netzes hat. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Änderungen 2021 auf Sie zukommen.

Höhere Stromnetzentgelte für Industrie, Haushalt und Gewerbe

Durch eine Novellierung der Systemnutzungsentgelte-Verordnung 2018 (SNE-V 2018) werden die Systemnutzungsentgelte für Elektrizität ab 1. Jänner 2021 teilweise neu bestimmt. In den Erläuterungen sind die Preisänderungen für die jeweiligen Netzebenen anhand von Beispielberechnungen dargestellt.

Beispielhaft werden die Änderungen im österreichischen Durchschnitt (Vergleich Jänner 2020 und 2021) angeführt:

• Netzebene 5 – Steigerung um 3,7 %
• Netzebene 6 – Steigerung um 3,6 %
• Netzebene 7 – nicht gemessen – Steigerung um 3,6 %

Die Netzentgelte steigen 2021 in fast allen Bundesländern. Maßgeblich dafür verantwortlich sind laut E-Control die höheren Investitionskosten der Netzbetreiber für die Erneuerung der Netze. Darunter fällt beispielsweise der Ausbau von Smart Metering.

 

Steigende Gasnetzentgelte im Osten, sinkende im Westen

Entsprechend dem Gaswirtschaftsgesetz 2011 (GWG 2011) – Festsetzung GSNE-VO 2013, BGBl. II Nr. 309/2012 – GSNE-VO 2013 – Novelle 2013, BGBl. II Nr. 478/2012 – wurden die
Systemnutzungsentgelte im Verteilernetz sowie das Entgelt für Verteilergebietsmanager festgelegt. Mit der Novelle werden vor allem die im jährlichen Systemnutzungsentgelte im Verteilernetz festgelegt.

In den Erläuterungen zur Verordnung werden anhand von Beispielen die Änderungen dargestellt. Nachfolgende ein paar Auszüge:

15.000 kWh/a – Netzebene 3

  • Wien – Steigerung um 5,8 %
  • NÖ – Steigerung um 6,4 %
  • OÖ – Absenkung um 4,3 %

In Wien, Kärnten, Niederösterreich und im Burgenland steigen die Gasnetzentgelte aufgrund gestiegener Netzkosten. Währenddessen sinken die Entgelte in Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Salzburg und in der Steiermark. Grund dafür ist laut E-Control der konstant hohe Gasmengenabsatz und unveränderte Netzkosten.

(Bildnachweise: Titelbild: Pixabay, Grafik Stromnetzentgelte: E-Control, Grsfik Gasnetzentgelte: E-Control)

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